27.04.12

Uropas Notgeld


Mein Urgroßvater sammelte Geldscheine aus den zwanziger Jahren: Notgeld.
Auf seine Mappe bin ich neulich beim Aufräumen gestoßen und fand die Drucke sehr inspirierend.

Schön auch, wie er die sortierten Stapel mit Zeitungsausrissen und Leim zusammenband.


50 Pfennig Gutschein der Stadt Kelbra

Notgeld von 1922 aus Warnemünde

Im ersten Weltkrieg wurde alles Metall durch die Kriegsindustrie verbraucht, danach wurden die restlichen Silbermünzen gehortet, da ihr Materialwert höher war als der Nominalwert. Im Deutschen Reich wurde also aufgrund des Kleingeldmangels eine große Menge Notgeld herausgegeben. Städte und Gemeinden sprangen mit dem Druck ein. Auch Gutscheine wurden gedruckt. Stilistisch sehr variantenreich und mit viel Lokalkolorit. Mit einsetzender Inflation ab etwa 1921 verlor dieses Geld seinen Wert.