29.07.11

Zeichnungen vom Strand in Tunesien

Aus meinem Urlaub bei Sousse habe ich einige Skizzen mitgebracht.
Zwei Ideen realisierte ich mit dem Graphit-Stift 9B im Rahmen der Leipziger Sommerakademie.

Der krasse Gegensatz bei Bekleidung und Verhalten zwischen den Touristen und den Einheimischen beschäftigte mich.
Das Hotel war eingezäunt und bewacht. Auch am Ausgang vom hoteleigenen Strand zum Meer standen Wachen. Am Hotelstrand wurden Amphoren als Mülleimer in den Sand gestellt. Sie warfen sehr runde, sehr weibliche Schatten.


Am Pool und am Strand tummelten sich riesige russische Touristenherden, die Frauen oft blondiert, tätowiert und in Stringtangas. Welchen Eindruck machte diese Freizügigkeit auf die arabischen Männer? Und auch auf die Frauen, die dort streng religiös erzogen unter dem Schleier leben?
Gibt es eine gegenseitige Wirkung von Fremdheit und Bedrohlichkeit?


Arabische Frauen trugen mindestens einen Badeanzug und darüber Shorts, meist gingen sie aber ganzkörperverhüllt ins Meer. Die Kleidung wurde nach dem Bad an der Sonne trocken. Es gab aber auch muslimische Designer-Badekleidung, von den Knöcheln bis zu den Handgelenken alle Haut bedeckend. Auch Hals und Haar waren üblicherweise komplett bedeckt.

(Ausschnitt)