14.08.17

Ein Sonntag im Kleistpark

Der Kleistpark - eigentlich Heinrich-von-Kleistpark: ein Kleinod mitten in Berlin-Schöneberg.
Zusammentreffen von Geschichte und Gegenwart.
Ab 1801 wurde er als Botanischer Garten angelegt. Adelbert von Chamisso wirkte hier als Naturforscher.
Hundert Jahre später wurde der Park als Radrennbahn umgebaut und dann ab 1911 unter dem noch heute geltenden Namen wieder als Grünanlage nutzbar gemacht.
Auf dem Gelände befindet sich das Kammergericht.
Hier fanden im sogenannten "Volksgerichtshof" 1944-45 die furchtbaren die Schauprozesse von seinem Präsidenten Roland Freisler gegen Wiederständer statt.
Nach 1945 Sitz des Alliierten Kontrollrates, Tagungsort der Viermäche-Konferenz 1954 und 1971.









Erst nach der Wiedervereinigung wurde der kleine Park der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.
Die Potsdamer Straße/Hauptstraße und das umliegende Kiez präsentieren die typische Berliner Mischung aus Hässlichkeit und Schönheit. Uhren gehen vor, Wolken fliegen vorbei, Eichhörnchen kreuzen den Weg.
Übrigens gleich um die Ecke in der Hauptstraße 154: ein Wohnort von David Bowie, gekennzeichnet mit Gedenktafel. Und die schöne Crellestraße.



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