18.06.14

Es grünt so grün - im Berliner Tiergarten

Wenn nicht gerade Fanmeile im Tiergarten ausgewiesen ist, ist der Park eine wunderschöne erholsame grüne Oase mitten im Herzen Berlins.



Im 16. Jahrhundert als Jagdrevier für die Kurfürsten eingerichtet, wurden im Tiergarten ursprünglich allerlei Wildtiere ausgesetzt, um als Beute herumzulaufen.
Friedrich der Große mochte die Jagd nicht und ließ Mitte des 18. Jahrhunderts einen barocken Garten anlegen mit Blumenbeeten, Labyrinthen, Zierteichen und Skulpturen.





Ab 1818 wurde Lenné mit der Neugestaltung im Sinne eines englischen Gartens beauftragt. Dieser bestand bis zum zweiten Weltkrieg, als Bomben schwere Schäden hinterließen. In der unmittelbaren kalten und hungrigen Nachkriegszeit wurde ein übriges getan, dem Tiergarten ein vorzeitiges Ende zu bereiten: die restlichen Bäume wurden gefällt und verheizt, auf Freiflächen Kartoffeln und Gemüse angebaut. Von den circa 200.000 Bäumen blieben noch etwa 700 als trauriger Rest.
Ein Notstandprogramm musste her. 1949 wurde durch den Bürgermeister Ernst Reuter der erste Baum gepflanzt, eine Linde. Zehn Jahre lang wurde wieder aufgeforstet, mit 250.000 von westdeutschen Städten gespendeten Jungbäumen. Die wurden während der Berlin-Blockade sogar per Flugzeug eingeflogen.

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