30.10.13

Urlaub in Berlin: Daniel Libeskind in Kreuzberg



Daniel Libeskind wurde 1946 als Kind jüdischer Eltern in Polen geboren. Sein Weg führte über Israel 1960 in die USA, wo er etwas später die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm.
Nach 1989 wohnte er zeitweise in Berlin. Eines seiner Hauptwerke ist das Jüdische Museum in Berlin-Kreuzberg .
Es ist das größte seiner Art in Europa, der zickzackförmige Neubau in der Lindenstraße wurde 1999 eröffnet.

Libeskind erhielt auch den Auftrag, direkt gegenüber die "Akademie" zu bauen. Sie wurde in diesem Sommer fertig gestellt. Bibliothek, Büros und Museumspädagogik finden in kubischen Einbauten als Haus im Haus in der ehemaligen Blumengroßmarkthalle Platz. In den Zwischenräumen kann man sich bewegen, die Kuben sind gefüllt mit Wissen, Erinnerung, Leben.


Die Halle wurde in den sechziger Jahren von Bruno Grimmek als Betonskelettbau konzipiert.
Als Reminiszenz an die Blumenmarkthalle und als Ort der Entspannung wurden im Inneren der "Garten der Diaspora" angelegt.
Der hintere Bereich der Halle steht noch leer - vielleicht wird sich das Moos aus dem Garten nach dort hin ausbreiten. "Ohne Moos nix los" sagt die Dame, die die Führung gibt. Die Bezeichnung "Moos", so sagt sie, komme vom Jiddischen "Mooss mesummonim" = bares Geld.







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