19.11.11

Heinrich von Kleist und Henriette Vogel

Am 20.11.1811 trafen sich Heinrich von Kleist und seine Gefährtin Henriette Vogel in Berlin, bei sich führten sie eine Pistole. Sie fuhren nach Wannsee und verbrachten eine Nacht zusammen im Gasthaus Stimming. Am nächsten Tag spazierten sie zum kleinen Wannsee (damals Stolper Loch genannt) und begingen gemeinsam Suizid.
Sie war 31 Jahre alt, er 34.
Morgen jährt sich ihr Todestag zum 200. Mal. Ihre Abschiedsbriefe zählen heute zur Weltliteratur.


Kleist wurde für seine Lustspiele bekannt wie "Der zerbrochene Krug" und Novellen wie "Die Marquise von O". Seine letzten beiden Lebensjahre in Berlin verbrachte er verarmt und verbittert.
Henriette war verheiratet und hatte vier Kinder geboren, drei waren als Säuglinge gestorben. Jetzt war sie unheilbar an Krebs erkrankt und hatte sich deshalb zu diesem Schritt entschlossen.

Da Selbstmord geächtet war, durften sie nicht auf einem Friedhof begraben werden sondern wurden an Ort und Stelle bestattet. Heute befindet sich dort unterhalb der Bismarckstraße am kleinen Wannsee ein Grabmal.