23.07.14

Stockholm: Kunst in U-Bahn-Stationen


Die Stockholmer U-Bahn - ihr Name ist Tunnelbana - ist die erste und einzige schwedische Untergrundbahn. Ab den dreissiger Jahren bis 1994 ist sie ausgebaut worden.
Die Stationen wurden künstlerisch gestaltet (1957 der erste Bahnhof) und zeigen auch in wechselnden Ausstellungen Kunstwerke aktueller Künstler. Selbst die Werbeplakate reihen sich in den künstlerischen Ansatz ein. 








Foto-Portraits von Blumen auf der Station Mariatorget. Die drei Illustrationen mit den Schwimmschülern sind auf dem Bahnhof Slussen zu sehen.
Die Tunnelbana zählt daher mit 90 (von 100) künstlerisch bestückten Bahnhöfen zu den größten Galerien der Welt.

20.07.14

die 8 der Wege - Kunst in Beijing in den Uferhallen, Berlin Wedding



Leider, leider ist diese so sehenswerte Ausstellung schon vorbei.
Einige Fotos zeige ich jetzt nachträglich über Die 8 der Wege von Künstlern aus Peking:









Man erfährt einiges darüber, wie es ist, sich plötzlich in einer Zelle zu befinden (aus Laserstrahlen).
Wie die Rückseite von Fotos aussah - früher. Über die Innenansichten eines durchgeschnittenen Kühlschrankes. Über das Auffinden eines toten Mannes auf dem Weg. Über das Verrinnen der Zeit.
Über zwei Autos, die parallel durch Peking fahren, sehr langsam, sich treu, im gleichen Takt wie ein altes Tanzpaar, wie Ginger und Fred. Wie schön das ist.

Zum Trost: Die Uferhallen im Berliner Wedding zeigen bestimmt bald wieder eine Ausstellung!
Über diesen interessanten Ort bald mehr auf meinem Blog. Schaut wieder vorbei.

17.07.14

Musikerportraits: Skizzen von Bach und Steinway



Für den Hörbuch-Verlag Igel Genius habe ich zwei Musiker portraitiert: den Komponisten Johann Sebastian Bach mit der ersten Seite seines Weihnachtsoratoriums und Henry Steinway mit seinen Werkzeugen.



Es war sehr interessant, etwas über den berühmten Klavierbauer Steinway zu erfahren.
Der wurde nämlich als Heinrich Steinweg in Deutschland geboren. Er gab sich dann als Auswanderer in seiner neuen Heimat USA auch einen neuen Namen: Henry Steinway.


15.07.14

Kunst am Spreeknie - in Berlin Schöneweide

Letztes Wochenende fand in den alten Kabelwerken das Schöneweide Art Festival 2014 statt.
Es gab offene Ateliers, Ausstellungen, Performances - und doch war die langsam rottende Industriearchitektur mal wieder am Spektakulärsten.













14.07.14

Aufkleber für Marmeladengläser

Es ist immernoch muntere Marmeladen-Saison!
Leute, macht ein - und klebt auf!
Und viel Spaß dabei!


Etiketten mit meinen Erdbeer- oder Kräuter-Illus im Tütchen gibt`s jetzt bei Michaela Kett im Kettshop.
Online dort : klick
Und "in echt" im Kettcards-Laden in der Regensburger Straße 25A in Berlin-Wilmersdorf.

06.07.14

Ai Weiwei im Gropius-Bau: Evidence

Mit seiner politischen Kunst bringt Ai Weiwei die Herrschenden in China aus dem Konzept.
Deren hilflose Versuche, ihn zu entmutigen inszeniert er zu großen Medienereignissen.

Er gibt Hinweise auf die chinesische Geschichte und Kultur. Dreht Geschichte und Gegenwart, Ost und West im Kreis herum, mit Reminiszenzen an Marcel Duchamps, Meret Oppenheim oder Andy Warhol.
Aluminium-Räder bis in die Kuppel hoch, die 6000 Hocker im Lichthof, Flusskrabben aus Porzellan auf dem Parkett - viele der Kunstwerke wurden extra für den Gropius-Bau entworfen.
Tausende einfache Holz-Hocker der Landbevölkerung weisen auf die Landflucht in China hin, zurückgelassen und aufgesammelt vom Künstler.






Die meisten Kunstwerke erschliessen sich erst, wenn man die Erklärungen dazu an den Wänden liest. Hier wird auf seine Aktivitäten im Internet hingewiesen, die Unterstützung, die er weltweit dadurch erfährt. Immer wieder werden eigene Verfolgung, Inhaftierung, Konfiszierung seines Materials und Zerstörung seines Ateliers dokumentiert. Sein Anliegen ist die Beweisführung gegen den chinesischen Staat. Die Ausstellung trägt daher den Namen Evidence - Beweis.
Viele gute Ideen und interessante Ansätze - aber ein wenig weniger Selbstbespiegelung wäre hier mehr gewesen, finde ich.

Noch eine Woche im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen.

02.07.14

im Kolbe-Museum: Vanitas - Ewig ist eh nichts

Im Charlottenburger Westend zeigt das schöne kleine Kolbe-Museum wieder einmal eine wunderbare Ausstellung. Vanitas ist das Thema, die Vergänglichkeit, Eitelkeit und der Verfall. Nichts ist ewig, ewig ist eh nichts.



Schon im Garten empfängt einen die Skulptur von Reijiro Wada: Obst zwischen Glasscheiben. Dort fault es, fällt es, Fliegen gefällt es. Ursprünglich oben, rutschen die Früchte je nach Zustand nach unten, verlieren Farbe und Form. Ein tolles lebendiges Stilleben!


Im Inneren des Museums geht es weiter:
Bei den Kolbe-Statuen im Keller eine Skulptur von Pawel Althamer.
Oben hinter schwarz verspiegeltem Glas eine brennende Kerze (Candle Box von Jeppe Hein), Einmachgläser mit zermahlenen Kaminuhren aus Holz (von Alicja Kwade),  außerdem Blüten in Eis, Uhren und Spiegel, Tassen und anderes.





In einem dunklen Raum im Keller durch das Licht einer einzigen Lampe sichtbar gemacht: Feinste weiß leuchtende Fäden, ein ganz besonderes Kunstwerk.
Der argentinische Künstler Tomás Sarazene ließ in seiner Berliner Werkstatt zwei Spinnen ihre ineinander verbundenen Netze weben. Das Werk wurde per Lastwagen zum Kolbe-Museum transportiert. Beim Betreten des Raumes wird zur Vorsicht gemahnt: "Es handelt sich um lebende Spinnen."
Wer weiter lesen will: hier ein interessanter Artikel von Tanja Dückers in der Morgenpost (klickklick).