20.04.14

San Francisco: Strukturen, Farben, Erinnerungen

Was bleibt von einer Reise?












Der Blick auf die unendliche Eiswüste der nördlichen Polarregionen beim Flug.
Die überall in der Stadt präsenten Sukkulenten, saftreiche Pflanzen, die im kalifornischen Klima gut gedeihen.
Chinatown mit seinen farbenfrohen Stoffen, Kitschansammlungen und exotischen Früchten, Pilzen, Meerestieren. Die großen Fische in der California Academy of Sciences. Die allgegenwärtige Blütenpracht. Das Maritime. Details der Architektur in Downtown. Und so vieles mehr...
Danke, Du schöne Stadt, dass Du mich so herzlich aufgenommen hast!

19.04.14

San Francisco: buntes Chinatown

Zig Tausende Chinesen kamen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts nach San Francisco, um von der Westküsteder USA aus die transkontinentale Eisenbahn zu bauen. Meist unter menschenunwürdigen Bedingungen und nicht immer ganz freiwillig. Sehr anschaulich geschildert hat das Henning Mankell in seinem Buch Der Chinese.
Die Schiffe aus China mit ihrer menschlichen Fracht landeten nach langer Überfahrt im Bay: im Hafen von San Francisco, wo sich heute eins der größten und ältesten Chinatowns der USA befindet. 


Inzwischen bilden die Asiaten die größte Minderheit in San Francisco, um die 40%. In den Bussen und Bahnen der Stadt werden die automatischen Ansagen auf zunächst auf Englisch, dann in Chinesisch und als Drittes auf Spanisch ausgegeben. Werbeanzeigen in den Verkehrsmitteln sind oft gleich auf Chinesisch abgefasst. In den 24 Häuserblöcken von Chinatown leben geschätzt 80.000 Chinesen. Hier wird Mandarin gesprochen, kantonesisch gegessen, auf chinesische Banken Geld eingezahlt.




Die Mee Mee Bakery ist auf Glückskekse spezialisisert.
Die gibt`s hier in allen möglichen Farben. In China sollen sie völlig unbekannt sein. Erfunden wurden die gefalteten Kekse mit Botschaft im Jahre 1909 von Herrn Hagiwara, dem Chefgärtner des Japanischen Teegartens - in San Francisco.






Hmm, Jackfruits, Pitahayas, Durianfrüchte, getrocktete Tintenfische und Wachteleier - Frohe Ostern!

18.04.14

San Francisco: Columbarium - Halle der Erinnerungen



Abseits der üblichen Touristenpfade liegt das 1898 erbaute Columbarium. Es gehörte ursprünglich zum Odd Fellows Friedhof. Ab 1910 durften laut Gesetz keine Erdbestattungen mehr in San Francisco stattfinden und die Gräber wurden nach und nach in die Vororte umgesiedelt, z.B. nach Colma. So auch 1929 dieser Friedhof. Um das Gebäude herum wurde das Land nun bebaut, mit Wohnhäusern.
Das Columbarium blieb - hier wohnen weiterhin die Toten. Der einzige Ort in ganz San Francisco, wo das möglich ist.









Hier im Columbarium können die Angehörigen Ihre Toten besuchen.
Egal, welcher Konfession sie sind, egal welcher Abstammung, egal ob homo oder hetero - hier sind alle gleich. Die Familie mietet eine Nische und kann ihre Urnen und Erinnerungsgegenstände dort abstellen. So sind manche Nischen sehr schlicht, andere erzählen ganze Lebensgeschichten...
Neigte jemand dem Alkohol zu? Rauchte er zu viel? Besaß er einen über alles geliebten Hund? Persönliche Vorlieben, Hobbys, Krankheiten, Lieblingstiere und Sportleidenschaften werden hier dokumentiert.
Es gibt etwa 5000 Nischen, einige sind noch leer aber bereits reserviert, andere noch frei auf den drei Etagen des klassizistischen Gebäudes, im neuen Anbau oder draußen an der Granitwand. Es hat wieder angefangen zu regnen. Über die Steine kriechen Schnecken.



Loraine Court Nr. 1, im Bezirk Richmond, täglich geöffnet.

17.04.14

San Francisco: Green Town at St Petrick`s Day

Der St Patrick`s Day Mitte März wird in San Francisco mit einer großen Parade auf der Market Street begangen.
Es ist der große Nationalfeiertag Irlands, inzwischen weltweit gefeiert. In Chicago wird sogar der Chicago River grün gefärbt.












Das Publikum zieht sich grün an - egal ob irischer, europäischer oder auch asiatischer Herkunft.
Viele am Anfang des 19. Jahrhunderts in die Stadt strömende irische Emigranten gingen zur Feuerwehr oder zur Polizei. Daher sind besonders diese beiden Berufsgruppen bei der Parade vertreten.
Polizisten mit grünen Ketten behängt verteilen fröhlich kleine Geschenke für die Kinder - es ist herrlich!

16.04.14

San Francisco: special Interest Shops in der Valencia Street

Für mich eine Neuentdeckung: die vielen Shops mit Mischkonzept. In einem thematischen Rahmen werden z.B. Kleidung, Accessoires, Schmuck, Bücher und Kosmetik bunt gemischt präsentiert.
Im Bezirk Mission gibt es in der Valencia Street einige sehr interessante Läden dieser Art.

Das Paxton Gate ( Nummer 824 für Naturforscher aller Art und Nr. 766 für Kids) zeigt allerlei Ausgestopftes, Skelette, Schmetterlinge, ein echtes Einhorn und einige Kuriositäten.
1992 von zwei ehemaligen Landschaftsgärtnern gegründet, war der Laden ursprünglich auf Botanik und Naturwissenschaften spezialisiert. Seit einiger Zeit gibt es die Erweiterung auf die skurrilen Aspekte von Flora und Fauna.









Nebenan in der Nr. 826 befindet sich ein Pirate Supply Store. Mein Lieblingsladen in San Francisco!
Hier bekommt der angehende Pirat alles, was er braucht: Augenklappen, Holzbeine, Bärte, Würfel, Glasaugen, Schatzinselsand, Meersalz und Meerpfeffer. Sonntags singt hier gelegentlich ein Chor.  Man kann sich nicht sattsehen und es gibt immer wieder etwas zu Lachen beim Öffnen der Schubladen...






Im hinteren Raum gibt es eine Schreibgruppe für Schüler. Ein hauseigener Verlag veröffentlicht die Geschichten in Zeitschriften und Büchern. Ein non-profit-Angebot an Schulen der Bay-Area, die den Jugendlichen Lust und Spaß an Literatur vermittelt.

Außerdem findet man in der Valencia Street 855 den sehr schönen Little Paper Planes Shop.
Hier gibt es von Designern entworfene Textilien, Bücher, Schmuck, Karten, Kosmetik und einen Platz für Kunst.




Sehenswert außerdem in der Nr. 740 ein Schokoladen-Laden mit direkter Herstellung zum Zugucken: Dandelion Chocolate.


In der Valencia Street Nr. 866 Borderland Books (ein Mystery Book Shop mit einer großen Auswahl z.B. von Edgars Goreys Büchern - und Café).

In der Nummer 803 Serendipity mit einer Riesen-Auswahl an schön gestalteten thematisch sortierten Grußkarten und Geschenkchen.

Vielleicht schliesst man den Einkaufsbummel in der Nr. 1026 ab, dort befindet sich das Ritual Coffee Rasters, wo mit großem Brimborium auf verschiedenste Weise Kaffee serviert wird.